Meine Städtereise nach Wien im Winter

Städtereise nach Wien

Ich war schon lange nicht mehr in Wien und hatte gehört, dass die Stadt auch im Winter einiges zu bieten hat. Also beschloss ich über die Weihnachtstage nach Wien zu reisen.

Anreise nach Wien

Zwischen Berlin und Wien liegen ca. 680 km. Zuviel um im Winter ohne Zwischenstop mit dem Auto zu fahren. Also kam nur fliegen in Frage. Begleitet hatte mich meine Freundin.

Los geht’s

Wir hatten vier Tage eingeplant. Am 23.12.2025 ging es dann endlich los. Unser Flug startete morgens um 9 Uhr und dauerte eine Stunde. Wir hatten dadurch am Anreisetag fast den ganzen Tag für erste Unternehmungen zur Verfügung.

Unser Hotel

Wir wählten das citynah gelegene Hotel Holiday Inn – the niu Franz. Es ist ein modernes stylisches Hotel mit einem rundum sehr gutem Service und einem ausgezeichnetem Frühstück. Das Hotel hat eine sehr gute Cityanbindung; denn die Strassenbahn hält direkt vor der Türe. Mit der Linie 2 erreicht man in kurzer Zeit unkompliziert alle interessanten Hotspots Wiens.

Wissenswertes über Wien in Kürze

Wien ist die Hauptstadt Österreichs. Mit mehr als zwei Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt Österreichs und nach Berlin die zweitgrößte Stadt im deutschen Sprachraum. Architektonisch ist die Stadt bis heute vor allem von den Bauwerken um die Wiener Ringstraße aus der Gründerzeit, aber auch von Barock und Jugendstil geprägt. Wien ist ein lebendiges Architektur Museum. Wien verbindet Architektur mit Kultur und Charme. Das historische Zentrum von Wien sowie das Schloss Schönbrunn gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit jährlich über 8 Millionen Touristen und rund 16,5 Millionen Gästeübernachtungen zählt Wien zu den meist besuchten Städten Europas.

Ein erster Rundgang

Gleich nach dem Einchecken im Hotel fuhren wir mit der Strassenbahn bis zum Karlsplatz. Das Wetter zeigte sich von einer unfreundlichen Seite, denn es war kalt und regnete. Als erstes fiel unser Blick auf die Wiener Staatsoper. Die Staatsoper ist es eines der größten Opernhäuser des deutschsprachigen Raumes und eines der bedeutendsten der Welt. Das NeorenaissanceGebäude wurde 1861 bis 1869 als k. k. Hofoperntheater errichtet. Vorbei an dem imposanten Operngebäude führte unser Weg durch die Kärntener Strasse in Richtung Stephansplatz. Die Kärntener Strasse ist die Hauptfußgängerzone Wiens. Hier bekamen wir sofort einen Eindruck von dem was uns die nächsten Tage erwarten würde.

Die Stadt war voll. Menschenmassen schoben sich, trotz des ungemütlichen Wetters, durch die Kärntener Straße. Schon von weitem sahen wir einen riesigen Pulk Menschen an der Kreuzung zwischen Kärntner Straße und Walfischgasse. Als wir näher kamen wußten wir sofort warum. Die Rote Schleife über dem Modehaus Popp & Kretschmer war Schuld. Der Insta Hotspot schlechthin. Ich hatte sie schon Hundertfach auf Instagram gesehen. Trotz weiträumiger Absperrung war es kaum möglich ohne „Schuppserei“ über die Strasse zu kommen. Auch ich machte ein Foto, wenn auch in fünfter Reihe der Absperrung, über alle Regenschirme hinweg (lach …).

Weiter ging´s vorbei am Hotel Sacher, der Spielbank und höherpreisigen Geschäften zum Stephansdom. Rund um den Stephansdom gab es einen hübschen kleinen Weihnachtsmarkt. Trotz des Regens gab es auf dem Stephansplatz ein kleines Weihnachtskonzert.

Wir liefen noch eine Weile ziellos durch die Straßen der Inneren City und dann zurück zum Hotel.

Was wir im winterlichen Wien unternommen haben

Wir hatten eine Menge Sehenswertes auf unserer Besichtigungsliste.

  • Kunsthistorisches Museum

Ganz oben auf der Liste stand das Kunsthistorische Museum. Das Museum zählt mit seinen einzigartigen Kulturschätzen zu den bedeutendsten Museen der Welt.

Es brauchte zwei Anläufe um ins Museum zu gelangen. Der erste Anlauf scheiterte, weil die Schlange um hineinzukommen viel zu lang war. Ich bin von Berlin einiges gewöhnt, aber so etwas habe ich bisher vor keinem Museum gesehen. Wir hätten mindestens zwei Stunden bei Kälte draussen warten müssen. Also sind wir wieder gegangen. Haben abends im Hotel online Tickets gebucht und sind zwei Tage später noch mal hin. Der Einlass ins Museum mit den Online Tickets war sehr umständlich, denn wir mußten nachdem wir uns angestellt hatten und die Tickets vorgezeigt haben, nochmals rausgehen und die Online Tickets in Papiertickets umwandeln lassen. So etwas nennt man dann wohl vereinfachtes Verfahren, lach..!

 

Gleich vorneweg, es hat sich gelohnt am Ball zu bleiben. Schon als wir ins Gebäude traten wurden wir von der großartigen Architektur beeindruckt. Es fühlte sich an als wenn man einen Palast betritt. Es ist ein Ort voller Geschichte und Kunst. Besonders beeindruckend empfand ich die Gemälde Galerie u.a. mit Gemälden von Pieter Bruegel d.Ä., Johannes Vermeer, Raffael, Peter Paul Rubens und Albrecht Dürer. Aber es gab auch viele spannende Objekte und kostbare Schätze aus vielen Jahrhunderten zu sehen. Das Kunsthistorische Museum ist ein perfekter Ort um sich inspirieren zu lassen und einen besonderen Tag zu erleben.

Gerne hätten wir in dem wunderschönen Café des Museums bei Café und Kuchen unseren Besuch Revue passieren lassen, aber das hätte wieder stundenlanges Warten bedeutet. So ist das mit den Instagram Hotspots Wiens.  Aber dafür war uns unsere Zeit zu schade.

  • Die Hofburg

Die Wiener Hofburg ist die ehemalige Winterresidenz der Habsburger und umfasst eine Fläche von rund 300.000 Quadratmetern. Sie ist ein historischer Gebäudekomplex. Sozusagen Prunk und Pracht mitten in der Innenstadt. Heute ist die Hofburg ein wichtiger Ort für Politik, Kultur und Geschichte. Sie ist der Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten.

Ausserdem befindet sich hier die Spanische Hofreitschule mit ihren weltberühmten Lipizzanern. Hier wird die klassische Reitkunst der Hohen Schule von der Renaissance bis heute bewahrt und unverändert gepflegt. Ich habe vor Jahren das Morgentraining und eine Vorführung besucht. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, das ich jedem Wien Besucher nur empfehlen kann.

Wir hätten in der Hofburg auch gerne das Sisi Museum besucht, aber es war an allen Tagen unseres Aufenthaltes bereits komplett ausgebucht. Es steht bereits auf der Liste für meinen nächsten Wien Besuch!

  • Stephansdom

Der Stephansdom dominiert den  Stephansplatz. Er ist seit 1365 Domkirche und Sitz einer Priestergemeinschaft, seit 1469/1479 Kathedrale und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien. Er ist auch die Pfarrkirche der Dompfarre St. Stephan in der Wiener Innenstadt. Der von den Wienern kurz Steffl genannte römisch-katholische Dom gilt als Wahrzeichen Wiens und wird mitunter auch als österreichisches Nationalheiligtum bezeichnet. Namensgeber ist der heilige Stephanus. Ein Besuch ist auf jeden Fall zu  empfehlen.

  • Albertina

In unmittelbarer Nähe der Hofburg liegt die Albertina. Ein weiteres besuchenswertes Museum. Allerdings war auch hier wieder anstehen angesagt. Wir haben es dann vorgezogen die gleich um die Ecke liegende Heidi Horten Collection zu besuchen.

  • Heidi Horten Collection

Die Heidi Horten Collection scheint nicht so bekannt zu sein wie die übrigen Museen. Das Museum befindet sich im ehemaligen 1914 erbauten erzherzoglichen Kanzleigebäude. Es wurde komplett entkernt, um Platz für eine dreigeschossige zentrale Halle mit zwei offenen Plattformen zu schaffen. Schon das Gebäude begeistert durch seine moderne Architektur. Es ist ein gebührender Rahmen für die Sammlung.

An dem Tag unseres Besuches war es überraschend leer und wir konnten in Muße die sehr interessante Sammlung betrachten. Die Sonderausstellung Die Linie hat mich ganz besonders begeistert. Aber auch die Dauerausstellung Klimt und Warhol hält interessante Exponate vor.

  • Ferstel Passage

Wien hat viele schöne Passagen und Innenhöfe. Eine davon ist die Ferstel Passage. Sie hat ihren Namen seinem Schöpfer Heinrich von Ferstel. Sie verbindet die geschäftige Freyung mit der eleganten Herrengasse. Der prächtige, glasgedeckte Durchgang gilt als ein architektonisches Juwel. Ein besonderes Schmuckstück der Passage ist der Donaunixenbrunnen von Anton Dominik von Fernkorn. In der Passage gibt es einige hochwertige Geschäfte und Lokale. Es macht einfach Freude durch die Passage zu bummeln.

Shoppen in der Innenstadt

Wien ist ein Shopping Paradies. In der Innenstadt ballen sich die edlen Luxusläden und Flagship Stores. Wenn man durch die versteckten Seitengassen spaziert, entdeckt man jede Menge interessante Shops. Vor allem in Sachen Mode.  Aber auch das Kaufhaus Steffl ist einen Besuch wert.

 

Museumsbesuche, Sightseeingtouren und Shoppen machen hungrig und durstig.

Das leibliche Wohl

  • Caféhäuser

Wien ist bekannt für seine Caféhaus Kultur. Und das zu recht.Die Wiener Kaffeehauskultur gehört seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Gerne hätten wir unseren Café und Kuchen im Café Central genossen, aber es war schier unmöglich dort einen Tisch zu bekommen. Zu allen Tageszeiten hätte man stundenlang in der Warteschlange ausharren müssen. Da vergeht mir alles. Genauso war es im Café Sacher und Café Demel. Da ich in all diesen Cafés bei früheren Wienbesuchen schon mal war, hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen.

Dafür waren wir im Café Oberlaa am Neuen Markt, im Café Palmenhaus  und im Café am Hof. Alle drei Cafés kann ich empfehlen. Leckerer Kuchen und Café gepaart mit freundlicher Bedienung und sehr gutem Service. Wir waren auch auf einen schnellen Café im Meinl am Graben. Aber das war recht ungemütlich und lediglich eine Notlösung.

  • Restaurants

Die angesagten Restaurants waren alle ausgebucht oder es gab lange Warteschlangen. Aber wir sind trotzdem fündig geworden und haben hervorragend in der Feinkosterei Schwarz und Hirsch am Neuen Markt zu Abend gegessen. Geboten wurde einheimische Küche bei freundlichem und aufmerksamen Service. Kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Per Zufall haben wir die Sky Bar entdeckt. Dort kann man nicht nur essen und trinken, sondern man hat von der Terrasse aus einen fantastischen Blick auf den Stephansdom und Wien.

 

Jede noch so schöne Reise geht einmal zu Ende. An unserem letzten Abend sind wir noch mal durch die Innenstadt bis zum Weihnachtsmarkt am Rathaus gelaufen. Jedoch war es uns dort entschieden zu voll und wir sind gleich wieder umgekehrt.

 

Fazit:

Wien ist einen wunderschöne Stadt und hat viel zu bieten. Sie ist auch im Winter auf jeden Fall eine Reise wert. Ich würde jedoch nie wieder in der Weihnachtszeit dorthin reisen. Es war mir einfach zu voll.

Eure Wien verliebte Monika

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein