EKurze Auszeit an der Ostsee
Hin und wieder brauche ich eine kleine Auszeit vom Alltag. So auch in der letzten Februar Woche. Was liegt für Berliner näher als mal kurz an die Ostsee zu fahren. Die Frage ist nur wohin? Es gibt diverse Möglichkeiten innerhalb von zwei bis drei Stunden Autofahrt die Ostsee zu erreichen. Für meine kleine Auszeit entschied ich mich diesmal für ein verlängertes Wochenende in Warnemünde. Ich war schon häufiger in Warnemünde, aber noch nie im Yachthafenresort Hohe Düne. Und genau dorthin sollte meine Wochenendreise gehen.
Anreise
Man kommt bequem mit dem Zug in 3h30 Min. von Berlin nach Warnemünde. Das ist ideal, wenn man im Sommer einen Beach Tag an der Ostsee verleben möchte. Sozusagen mit gepackter Badetasche morgens mit dem ersten Zug hin und abends mit dem letzten zurück. Das habe ich schon öfters sehr genossen.
Da ich aber Jahreszeiten bedingt etwas mehr als nur eine Badetasche dabei hatte, bevorzugte ich das Auto. In nur 2h 27 min erreichte ich mein Ziel.

Yachthafen Residenz Hohe Düne
Bisher hatte ich die Yachthafen Residenz Hohe Düne nur vom Alten Strom in Warnemünde aus gesehen und dort mal einen Kaffee und leckeren Kuchen genossen. Jetzt wurde sie zum Standort für meine kleine Auszeit vom Alltag. Das Resort liegt auf einer Halbinsel an der Warnow Mündung direkt gegenüber von Warnemünde. Die Lage ist einzigartig. Eine Kombination aus Luxushotel mit eigenem Yachthafen und einer großen Wellness- und Spa- Landschaft erwartete mich.

Der Empfang war äusserst freundlich und informativ. Der Weg von der Rezeption zu meinem Zimmer relativ lang, aber auch bei Regen trockenen Fußes zu erreichen. Mein Zimmer gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Es war geräumig und mit weißen Möbeln mit maritimem Charme eingerichtet. Erwähnenswert finde ich auch, dass genügend Stauraum für Kleidung und Koffer vorhanden war. Das ist selbst in sehr guten Hotels leider nicht immer der Fall. Nachdem ich mich im Zimmer eingerichtet habe machte ich einen ersten Rundgang durch das Resort.

Mein erster Eindruck
Insgesamt ist das Resort sehr weitläufig und fühlt sich nach einem kleinen „Urlaubsdorf“ mit Hotelservice an. Fans der 10.000 Schritte am Tag können diese hier mit Leichtigkeit ablaufen.
Im Hauptgebäude befindet sich die Rezeption und die geschmackvoll eingerichtete Lobby, die Shark – und Kamin Bar, das Restaurant Brasserie, mehrere hübsche kleine Shops und der riesige Spa- und Wellnessbereich, der jeden Wellnessliebhaber begeistern dürfte. Hinter dem Haupthaus liegt die Marina und eine schöne Promenade mit mehreren Restaurants. Von der Promenade geht es auf der einen Seite zum Hubschrauber Landeplatz und zum Strand. Auf der anderen Seite geht es vorbei an diversen anderen zum Hotel gehörenden Gebäuden wie Billiardcenter, Yachtclub und Hafenmeisterei zum Leuchtturm auf der Mole.

Was man im und der unmittelbaren Nähe des Resorts alles machen kann
Ich war in erster Linie dort um ein wenig Abstand vom Alltag zu bekommen. Da das Resort einen wunderschönen großen Spa- und Fitnessbereich hat, wollte ich ursprünglich die meiste Zeit dort verbringen. Das Wetter war zu schön. Es war kalt aber sonnig. Also habe ich mich überwiegend draussen aufgehalten. Hinzu kam, dass mein Zimmer sehr weit vom Spa-Bereich entfernt war und ich keine große Lust hatte im Bademantel durch die Kälte dort hin zu laufen. Bei meinem nächsten Besuch im Yachthafenresort werde ich, zumindest in der kalten Jahreszeit, nur noch ein Zimmer im Haupthaus buchen.

Ich habe es daher vorgezogen lange Spaziergänge am Strand oder bis zum Leuchtturm auf der Mole zu machen. Zwischendurch habe ich auch mal eine Pause auf einer Bank in der Marina eingelegt. Oder ich habe am Strand gesessen und einfach nur aufs Meer geschaut. Das entspannt mich ungemein. Es gibt auf dem Gelände auch Strandkörbe für ein kleines Sonnenbad.



Großen Spaß bereitete es mir auch den Schiffsverkehr von Fähren, Schleppern, Tankern und anderen Schiffen zu beobachten. Die Fähren von und nach Skandinavien glitten unmittelbar am Resort Gelände vorbei.
Auf dem Weg zum Leuchtturm liegt das Marine Science Center der Universität Rostock. Hier werden Sinnessysteme und komplexe Orientierungsleistungen von Robben und anderen maritimen Tieren untersucht. Manchmal kann man vom Besucherdeck die Tiere beobachten mit begleitenden Erklärungen der Mitarbeiter. Leider war das Center an den Tagen meines Aufenthaltes für Besucher geschlossen. Ich hoffe dies bei meinem nächsten Besuch zu erleben.

Auf dem Gelände des Resorts steht ein großes Piratenschiff. Das habe ich mir mal näher angeschaut. Das 30 Meter lange Piratenschiff ist aus der Ostsee mitten in der Hotelanlage auf einem großen Spielplatz gestrandet. Ein kleines Paradies mit täglich wechselndem Programm für kleine Piraten.Ich finde das ist eine tolle Idee in einer super schönen Location.
In der Nähe befindet sich auch ein Trimm Dich Pfad für alle die dies mögen.
Essen und trinken im Resort
Es gibt insgesamt 7 Restaurants im Yachthafen Resort. Allerdings waren zu dieser Jahreszeit nicht alle geöffnet. Das ausgezeichnete abwechslungsreiche Frühstück wurde in der Brasserie gereicht. Es war eine Freude in diesem Ambiente und wunderschöner Atmosphäre in Ruhe den Tag zu beginnen.

Am ersten Abend habe ich im italienischen Restaurant Tutto Bene gegessen.Es gab ein Speisekarte mit einfachen Speisen. Eine Reservierung ist hier nicht erforderlich. Nachdem ich die Speisekarten der übrigen Restaurants studiert hatte, habe ich die beiden anderen Abende à la card in der Brasserie hervorragend gegessen. Anschließend ging es noch auf einen Drink in die Kaminbar. Hier hab ich den Abend bei sehr guter Lifemusik ausklingen lassen.

Mit der Fähre nach Warnemünde
An einem Tag bin ich mit der Fähre rüber nach Warnemünde gefahren. Die Fähre transportiert sowohl Autos, Fahr- und Krafträder als auch Personen. Ich habe das Auto stehen lassen und bin in 5 Minuten zur Fähre gelaufen. Das war super easy, denn die Fähre pendelt ständig hin und her. Sie kann auch mit dem Deutschland Ticket bezahlt werden.

Das Wichtigste über Warnemünde
Warnemünde ist ein Ortsteil der Hansestadt Rostock und verdankt den Namen seiner Lage an der nördlichen Mündung des Flusses Warnow. Das Seebad Warnemünde zählt zu den beliebtesten Seebädern Deutschlands und ist ein Anlaufziel großer Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt. Wahrzeichen des Seebades sind der 1898 erbaute 30m hohe Leuchtturm und der über die Grenzen hinaus bekannte Teepott. Die Flaniermeile am Alten Strom und die moderne Strandpromenade ziehen jährlich viele Gäste nach Warnemünde. Nicht zu vergessen ist ein ca. 100 m breiter und 5 km langer feinsandiger Strand. Reizvoll ist auch der historische Stadtkern mit den liebevoll restaurierten Fischerhäuschen.

Wie ich meinen Tag in Warnemünde verbracht habe
- Am Alten Strom
In Warnemünde angekommen war ich sofort am Alten Strom. Der Alte Strom wurde bereits im Jahr 1423 ausgehoben und dabei mit Bollwerken befestigt. Bis 1903 war er die einzige und somit wichtigste Schiffszufahrt von der Ostsee zum Hafen Rostock. Bis ins 19. Jahrhundert existierten nur die Straßen Vordere Reihe, heute Am Strom und Hintere Reihe, heute Alexandrinnenstraße. Beide Straßen wurden parallel zum Alten Strom errichtet.

- Warnemündes Flaniermeile
Am Strom gibt es viele liebevoll renovierte Kapitänshäuser mit Geschäften und Gaststätten. Hier ist die Flaniermeile Warnemündes. Jeder Besuch in Warnemünde führt mich auch hierher. Gemütlich in den kleinen Geschäften zu stöbern entspannt und macht mir einfach großen Spaß. Von den Aussenbereichen der Restaurants und Cafés kann man dem bunten Treiben zusehen. Obligatorisch ist für mich ein Fischbrötchen von Gosch.

Ein Spaziergang am Strand von Warnemünde
Ich liebe Strandspaziergänge. So hab ich mich auch zum Strand auf den Weg gemacht. Als ich zum Strand hinunterlief traute ich meinen Augen nicht. Schon von Weitem sah ich die Sandhügel. Es sah etwas gespenstisch aus. Wie sich später herausstellte handelte es sich um künstliche Schutzdünen. Sie werden im Herbst und Winter angelegt, um den Strand und die dahinter liegenden Bereiche zu schützen. Bei starken Ostsee Stürmen und Sturmfluten kann das Wasser weit auf den Strand laufen. Die Sandhügel bilden dann eine Barriere, die die Wellen bremsen. Ohne diese Barrieren würde bei Winterstürmen ein großer Teil des Strandes ins Meer gespült. Im Frühjahr werden diese Schutzhügel wieder eingeebnet und der Strand ist wieder wunderbar breit. Ich lief über eine Stunde am Strand entlang, ließ meinen Blick schweifen und atmete die frische Meeresbrise ein.

- Bei Schusters
Meinen Strandspaziergang habe ich wie immer mit einem Besuch bei Schusters beendet. Leider war die Aussenterrasse noch nicht geöffnet. So habe ich mein leckeres Eis im Wintergarten genoßen.

Danach ging es mit der Fähre zurück in die Yachthafenresidenz Hohe Düne.
Die kurze Auszeit ist wie im Flug vergangen und mit einem wehmütigen Blick zurück fuhr ich wieder nach Berlin.
Fazit
Für eine kurze Auszeit vom Alltag ist die Yachthafenresidenz perfekt. Wegen der direkten Marina Lage an der Ostsee, dem großen Spa Bereich und ihrem vielfältigen Angebot an Freizeitmöglichkeiten ist sie ein lohnenswertes Ziel. Die Atmosphäre im Resort fühlt sich an wie ein Kurzurlaub in einem kleinen Hafenort. Ich komme bestimmt wieder.
Eure Monika








